
Hatha Yoga für mich
Durch bewusst ausgeführte Körperhaltungen, achtsame Atmung und Momente der Stille entsteht Raum
– für Balance, Kraft und innere Ruhe.
Hatha Yoga ist für mich keine perfekter, stiller Zustand, und auch kein "immer entspannt sein". Eher das Gegenteil: Es ist dieser Moment, in dem ich merke, dass gerade alles gleichzeitig passiert - drei Kinder, Alltag, Termine, Chaos im Kopf -
und ich trotzdem kurz stehen bleiben kann, bevor ich komplett im Autopilot verschwinde.
Als dreifache Mama gibt es Tage, da fühlt sich das Leben an wie ein permanentes Jonglieren. Nur dass die Bälle manchmal auch aus Bananen, Schulranzen und "Mamaaaaa!" bestehen. Genau dann kommt Yoga ins Spiel - nicht als Flucht, sondern als ehrliche Pause mitten im Trubel.
Auf der Matte geht es nicht darum, besonders ruhig oder besonders "spirituell richtig" zu sein. Manchmal ist es eher ein tiefes Durchatmen, manchmal ein leichtes Fluchen
im Kopf, wenn die Hüfte wieder nicht so will wie ich. Und trotzdem passiert genau dort etwas.: Es wird klarer. Nicht perfekt, aber klarer.
Ich merke, dass ich nicht alles gleichzeitig lösen muss. Dass nicht jeder Tag aus Balance bestehen muss, damit er gut ist. Und dass ein tiefer Atemzug manchmal schon reicht, um nicht komplett im Chaos unterzugehen.
Yoga beglekitet mich nicht als Idealzustand, sondern als Erinnerung: Es darf anstengend sein - und ich muss mich darin nicht verlieren.
Ich liebe Yoga, weil es echt ist. Weil es mich fordert und gleichzeitig erdet,
ohne große Versprechen. Und weil ich jedes Mal ein bisschen neugierig bleibe,
was ich als Nächstes auf der Matte (und daneben im Leben) über mich lerne.
... und manchmal ist es einfach nur ein kurzer Moment Ruhe mitten im ganz normalen Alltag. Genau das reicht oft schon, um wieder weiterzugehen.