Yin Yoga für mich

Yin Yoga hat mich gelehrt, lamgsamer zu werden. In einer Zeit, in der alles oft schnell gehen muss - zwischen Alltag, Familie

und all den Gedanken im Kopf - war genau das eine große Veränderung für mich. 

 

Yin Yoga ist für mich der Moment, in dem ich endlich aufhöre, alles gleichzeitig zu sein. Nichts leisten, nichts optimieren - einfach mal da liegen und so tun, als wäre "Nichtstun" eine offizielle Disziplin. 

Es ist diese ruhige, manchmal ziemlich ehrliche Begegnung mit mir selbst, bei der ich merke: Loslassen klingt einfacher, als es sich in der Hüfte anfühlt. Und trotzdem liebe ich genau das daran - weil ich danach oft überraschend entspannter bin, ohne genau zu wissen, wann das eigentlich passiert ist. 

Ich lerne dabei, dass Ruhe nicht automatisch gleich "einfach" ist. Dass Stille auch laut sein kann, zumindest im Inneren. Und das es okay ist, wenn ich nicht sofort loslassen kann, sondern es eher ein langsames Weichwerden ist. 

 

Yin Yoga zeigt mir, dass Pausen nicht verdient werden müssen. Sie dürfen einfach da sein. Auch wenn ich manchmal heimlich auf die Uhr schiele ;)


Ich liebe Yin Yoga, weil es mich entschleunigt, ohne etwas von mir zu verlangen. Und weil ich jedes Mal ein kleines bisschen mehr Vertrauen entwickle – in das Stillsein, in meinen Körper und in diesen ruhigen Raum dazwischen.

Und oft ist es genau diese Stille, die länger nachwirkt, als ich im Moment selbst spüre. Ich nehme sie mit, auch wenn ich schon längst wieder weitergehe.